Feußner Kompensator

 
letzte Änderung 2014-12-13
Inventarnummer 00751
Bezeichnung Feußner Kompensator
Hersteller Wolff, Otto
Datierung ca. 1905
Preis 1910: 500.- Mk
Kategorie passive Messgeräte Kompensatoren
Material Mahagoni, Messing, Manganin, Ebonit
Abmessungen (BTH): 435 · 250 · 205 mm (bei geschlossenem Deckel)
Masse ca 12,8 kg
Zustand 3/-
Markierungen Seriennummer 2494
Beschreibung Originaltext aus dem Katalog von 1910:
Der Feussnersche Kompensations-Apparat ist bestimmt zur schnellen und genauen Messung von Spannungen und Stromstärken, letzteres durch Messung des Spannungsabfalles an den Enden von Normalwiderständen. Der von Herrn Prof. Dr. Feussner konstruierte und zuerst in der ,,Zeitschrift für Instrumentenkunde“, April 1890, ausführlich beschriebene Apparat hat seitdem eine sehr grosse Verbreitung gefunden und wird wohl jetzt überall in der ganzen Welt, wo überhaupt genauere elektrische Messungen gemacht werden, ebenso wie die Wheatstonesche und Thomsonsche Brücken- Methode für Widerstandsmessungen, als zuverlässigster Apparat für Spannungsmessungen verwendet, sodass das Prinzip desselben als allgemein bekannt angenommen werden kann. Eine ausführliche Beschreibung des Apparates ist in der „Zeitschrift für Instrumentenkunde“, August 1901, erschienen.
Der Gesamtwiderstand des Apparates ist 15000 Ohm. Dieser hohe Widerstand hat anderen Konstruktionen gegenüber den Vorteil, dass die unvermeidlichen Übergangs- und Verbindungswiderstände sich zu viel höheren Widerständen hinzuaddieren und dadurch weniger schädlich werden und dann, dass man viel kleinere Bruchteile der Spannungen messen kann, ohne zu gar zu kleinen Widerstandswerten zu kommen. Das Messbereich ist bis 15 Volt, wenn man mit einem Spannungsabfall von 1 Volt auf 1000 Ohm kompensiert, dann ist die Spannung noch bis auf 1/10000 Volt direkt messbar, da 0,1 Ohm der kleinste Widerstand ist, und bis 1,5 Volt, wenn der Spannungsabfall 1 Volt auf 10 000 Ohm ist, dann ist die Spannung noch bis auf 1/100000 Volt direkt messbar, wenn man ein genügend empfindliches Galvanometer verwendet. Höhere Spannungen kann man so messen, dass man dieselbe bei Vorschaltung von passenden Widerständen an Stelle der Hilfsbatterie an die mit + B - bezeichneten Klemmen legt und direkt gegen das Normal-Element kompensiert. Man kommt dann aber bald zu verhältnismäßig hohen Widerständen, die mit ausreichender Unterabteilung zum genauen Kompensieren versehen den Preis des Apparates erheblich verteuern würden. Ich empfehle daher für Messung höherer Spannungen einen Multiplikator (Spannungsteiler) zu verwenden, der ebenso wie die Spannungen unter 15 resp. 1,5 Volt an die mit + X - bezeichneten Klemmen gelegt wird. Man braucht dann als Hülfsbatterie nur eine Zelle von ca. 2 Volt und einen Vorschaltswiderstand bis ca. 5000 Ohm, der jedoch nicht genau abgeglichen zu sein braucht, da er nur zum Regulieren der Stromstärke auf 1/10 Milliamp. dient. Die zu messende hohe Spannung kommt an die Hauptklemmen des Multiplikators, der mit beliebigen Messbereichen geliefert werden kann. Man braucht dann nur die am Kompensationsapparat eingestellte Spannung mit der betreffenden Zahl des Multiplikators zu multiplizieren und kann auf diese Art alle Spannungen bis auf die 5. Dezimale direkt messen.
Referenz Preisverzeichnis No. IV, 1910; Seite 33

Originalverpackung

Abmessung (BTH): 425 · 240 · 80 mm (Deckel)
Masse 0,82 kg (Deckel)
Beschriftung Innenseite:
Handschriftlich, Bleistift: "#394 Cleaned 4-15-39"
Mit Reissnägel befestigter Zettel mit Handzeichnung und Beschriftung: "Contact cleaned 9/14/44"
Beschreibung Das Gerät besitzt einen abnehmbaren Schutzdeckel. Dieser hat auf den unteren Kanten eine Filzauflage, die für eine staub- und lichtdichte Abdeckung des Geräts ermöglicht.
Zustand 3

Gerätecharakteristik

Genauigkeit bis zu 1/100000
Beschreibung ZIK 1890 113 [1.028 KB]
ZIK 1901 227 [1.639 KB]

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